Schweizer Genüsse: Von Chäs und Schoggi

Wir als große Käsefans fühlen uns in der Schweiz richtig wohl! Unsere Schweizer Verwandtschaft wohnt in der Nähe von Bern und sorgt jedes Mal dafür, dass ausreichend Käse im Kühlschrank ist, wenn wir kommen. Von ihr haben wir auch gelernt, dass nicht nur nahezu jedes „Kaff“ einen eigenen Käseladen besitzt, sondern auch viele Käseläden eigene Hausmischungen für Käsefondues. Kein Schweizer, der auf sich hält, würde die Supermarktpackungen kaufen, die es bei uns gibt!

Was haben wir Deutschen mit unserer Käsefondue-Liebe schon für Peinlichkeiten gesorgt, als wir mitten im Sommer darauf bestanden, ein Käsefondue zu essen. Als perfekte Gastgeber, die meine Kusine und ihr Schweizer Mann sind, haben sie aber dennoch – natürlich mit dem Hinweis auf die deutsche Verwandtschaft – in ihrem Käseladen entsprechende Ware für ein Fondue besorgt. Und uns hat es immer hervorragend geschmeckt, trotz 25 Grad Außentemperatur!

Nun ist es ja glücklicherweise Herbst und wir dürfen offiziell Käsefondue genießen. Das tun wir natürlich auch, denn mittlerweile lieben es sogar unsere Kinder. In St. Gallen wurden wir beim Fondue Beizli in der Altstadt fündig. Wir haben zum Glück reserviert, sonst hätten wir keinen Platz bekommen, trotz Corona und unter der Woche ist das Restaurant so gut besucht, das sich vor der Tür schon eine Warteschlange gebildet hat. Zu viert essen wir drei verschiedene Käsefondues, ganze zehn gibt es auf der Karte. Lecker!!!

Zur Schweiz gehört auch der Besuch einer Schaukäserei. Die gibt es überall im Land, beispielsweise für die berühmten Käse Emmentaler und Gruyere. Da wir uns in der Ostschweiz befinden, haben wir der Appenzeller Schaukäserei in Stein, in der Nähe von St. Gallen, einen Besuch abgestattet. Ein überdimensionaler Käse verrät uns, das wir richtig sind und wir lösen Tickets, um die Ausstellung zu besuchen. Jeder Besucher erhält eine Schachtel mit fünf kleinen Proben, die wir während des Rundgangs durch die Ausstellung genüsslich schnabulieren. Wir erfahren von der Historie des Käses, sehen die Käsekessi und den imposanten Käsekeller, wo die Laibe maschinell gedreht werden. Zwischendrin dürfen wir auch Molke versuchen (was die Kinder ablehnen) und lernen sonst auch noch allerlei über Appenzeller Brauchtum. Am Ende kaufen wir im Shop natürlich Käse, wer will kann auch noch mehr Käse im Restaurant essen, während sich die Kleinen auf dem Spielplatz vergnügen.

Nicht weit von der Käserei entfernt (und auch als Kombi-Ticket Käse+Schokolade buchbar) in Flawil liegt eine weitere Genuss-Fabrik: Maestrani’s Chocolarium. Schokoladenfabrik des Glücks nennt sie sich und schon der Eingangsbereich lässt erkennen, dass wir ein mitunter etwas kitschig gestaltetes Schokoladen-Schlaraffenland betreten. Namensgebend ist der Schweizer Schokoladenpionier Aquilino Maestrani, der 1852 sein Unternehmen gründete. Heute gehören neben Maestrani auch die Marken Munz und Minor zum Unternehmen, produziert werden etwa 3.500 Tonnen Schokoladenköstlichkeiten pro Jahr.

Auch hier kann man auf eigene Faust einen Erlebnisrundgang machen, lernt einiges über die Herstellung von Schokolade und die Firmengeschichte, kann einen Blick in die Produktion werfen (Achtung: Wer zu spät oder am Wochenende kommt, sieht nur den Putztrupp oder nur die Maschinen) und darf an vielen Stellen naschen: am Schokobrunnen das flüssige Ausgangsmaterial und an diversen „Spendern“ die fertige Ware. Höhepunkt für die Kinder war jedoch die Herstellung einer eigenen Riesen-Tafel mit ein- oder zwei Schokoladesorten und zahlreichen „Toppings“. Das kostet zwar extra, ist sein Geld aber allein durch den Spaß wert und schmeckt natürlich auch noch daheim.

Wer sich in der Nähe von Zürich befindet, dem sei das neue Schokoladenmuseum von Lindt in Kilchberg empfohlen, das seit Mitte September 2020 geöffnet ist. In der Eingangshalle wird man von einem riesigen Schoko-Brunnen empfangen, aus dem tatsächlich 1.500 Kilogramm Schokolade fließen. Für das Museum sollte man sich im Vorfeld Online Karten besorgen, denn gerade jetzt in der Anfangsphase und mit Zulassungsbeschränkungen wegen Corona sind die wenigen Karten schnell weg. Aushalten kann man es aber auch im angeschlossenen Café oder im Shop, der die Herzen von Schokoliebhabern höher schlagen lässt und zahlreiche Köstlichkeiten anbietet, die ich bei uns noch nicht entdeckt habe.

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