Stippvisite in Liechtenstein

Schon früher sind wir an Liechtenstein vorbei gefahren, hatten von der Schweizer Autobahn A13 die Vaduzer Burg gesehen. Noch nie allerdings haben wir das kleine Alpen-Land betreten. Das wollten wir jetzt nachholen, nachdem es von der Ostschweiz nur einen Katzensprung hierher ist.

Recht unspektakulär verläuft der Grenzübertritt – ein kaum sichtbares Mini-Schild verkündet, dass wir jetzt im Fürstentum Liechtenstein sind, dem sechstkleinsten Staat der Erde. In der Hauptstadt Vaduz parken wir in der Garage einer der vielen Banken – das liechtensteinische Zahlungsmittel Schweizer Franken haben wir im Gepäck.

Unser erster Gang gilt der Tourist-Information, die sich in der Fußgängerzone befindet. Hier wollen die Kinder ihren Pass stempeln lassen (kostet 3 Franken), als Beweis, dass sie hier waren. Die netten Mitarbeiter beantworten auch unsere Fragen rund um das Land und geben Empfehlungen, z.B. landestypisches Essen am besten in Triesenberg oder dem Wintersportort Malbun zu testen.

Anschließend laufen wir durch’s „Städtle“, was hier wirklich so heißt, auch vom „Ländle“ sprechen die Bewohner in ihrem alemannischen Dialekt. Mich als Schwäbin amüsiert das natürlich. Mit der Fußgängerzone von Vaduz haben sich die Liechtensteiner viel Mühe gegeben, alles ist neu gestaltet und piekfein, Kunstwerke stehen an verschiedenen Stellen insbesondere in der Nähe des Kunstmuseums, es gibt ein paar Shops, Restaurants und natürlich zahlreiche Banken. Allein das Flair fehlt, was nicht zuletzt am fehlenden Publikum liegt. Als Besonderheit entdecken wir noch den 0-Kilometer vor dem Tourist-Office, der Ausgangspunkt der Kilometrierung Liechtensteins. Über allem thront die Burg, die als Wohnsitz der Fürstenfamilie nicht besichtigt werden kann. Wir wissen nicht so recht, was wir hier anfangen sollen, na ja, wir waren dann halt mal hier.

Ein Ziel wollen wir allerdings noch ansteuern, die Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein mit ihrer Domäne Vaduz (eine zweite Domäne Wilfersdorf besitzt der Fürst im österreichischen Weinviertel). Der hiesige Weinkeller samt Restaurant und Probierstube liegt ein paar hundert Meter von der Fußgängerzone entfernt inmitten eines kleinen Weinbergs. Von hier aus hat man übrigens auch einen sehr hübschen Blick auf die Burg.

In Liechtenstein werden die Rebsorten Pinot Noir und Chardonnay angebaut, allerdings in sehr kleinen Mengen, was den Wein umso exklusiver macht. Wir gönnen uns eine kleine Weinprobe der liechtensteinischen und österreichischen Produkte des fürstlichen Weinkellers, inklusive einer sehr netten Beratung. Der Gaumenschmeichler „Profundo“ aus der Domäne Wilfersdorf hat es uns am meisten angetan, aber auch etwas vom Blanc de Noir aus Liechtenstein nehmen wir mit. Wir gestehen: Der Besuch im Fürstlichen Weinkeller war das Highlight unseres zugegebenermaßen kurzen Besuchs im „Ländle“.

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