Auf nach Rom!

Rom mit den Kindern stand schon lange auf unserem „Städtereise-Plan“: Es gibt – gerade auch für Kinder – so viel zu sehen, die „Bambini“ sind überall willkommen und das Essen (inklusive Dolci) schmeckt uns allen richtig gut. Ein verlängertes Wochenende nach Christi Himmelfahrt kam uns da gerade recht!

Ein bisschen Vorbereitung musste natürlich auch sein. Für die Kinder kauften wir „Rom für dich! Der Reiseführer mit Comics und Rätseln„. Dieser nette Kinderreiseführer hat unsere Mädels nicht nur im Vorfeld auf den Trip eingestimmt, sondern auch in Rom gut unterhalten und zum „Mit- und Nachmachen“ angeregt. Aus meiner Kindheit waren mir noch die Abenteuer des römischen Lausbubs Caius in guter Erinnerung, also habe ich auch diesen Klassiker von Henry Winterfeld (drei Geschichten in einem Band) gekauft – mit Begeisterung sind unsere Töchter den Jungs durch Rom gefolgt. Für Erwachsene kann ich den Rom Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag empfehlen, der die berühmten Sehenswürdigkeiten genauso gut wie Geheimtipps am Rande beschreibt und gutes Kartenmaterial bietet. Als Apps habe ich mir Ulmon Stadtplan und Reiseführer heruntergeladen, man kann hier auf einer Karte „seine“ Ziele markieren und erste Infos dazu nachlesen – auch offline.

Zahlreiche Filmklassiker sind uns während unseres Romaufenthalts begegnet: in „Gladiator“ kämpft Russell Crowe im Kolosseum, in „La Dolce Vita“ badet Anita Ekberg im Trevi-Brunnen , „Illuminati“ spielt unter anderem auf dem Petersplatz, im Petersdom, in der Engelsburg und auf der Piazza Navona, in „Ein Herz und eine Krone“ stecken Audrey Hepburn und Gregory Peck ihre Hand in die Bocca della Verità. Einen Teil haben wir uns vor und einen Teil werden wir jetzt nach unserem Romtrip nochmal anschauen und freuen uns schon darauf, alles „wiederzusehen“!

Nach so viel Vorbereitung stand dann schließlich auch unser Programm: Mein Mann und ich waren vor Jahren schon einmal in Rom und wollten den Kindern zum einen die „Klassiker“ – das antike Rom mit Kolosseum, Forum Romanum und Pantheon sowie den Vatikan zeigen. Zum anderen sollte aber auch das Rom zum Flanieren, Genießen, Sehen und Gesehen werden mit seinen vielen schönen Plätzen, Gassen und Restaurants, nicht zu kurz kommen. Auch für uns alle „Neues“ hatten wir uns vorgenommen, wie die Via Appia Antica mit ihren Katakomben – mehr dazu findet ihr in den folgenden Blogs.

Rom Flug über die AlpenDonnerstag ganz früh ging es über die noch schneebedeckten Alpen  mit dem Flieger zum Flughafen Fiumicino. Von dort gibt es mehrere Möglichkeiten, um in die Innenstadt zu kommen: Mit dem Leonardo Express zum Hauptbahnhof Termini, mit dem (günstigeren) Nahverkehrszug FL 1 (beispielsweise zum Bahnhof Ostiense) oder mit dem Bus. Da unser Hotel auf einem der Hügel lag und wir mit heißer Witterung rechneten, entschieden wir uns für ein vorab gebuchtes Taxi (Festpreis 48 Euro für max. 4 Personen). Für die Fahrten durch Rom mit Bus und Metro haben wir uns einen 72-Stunden-Pass der römischen Verkehrsbetriebe (ATAC) gekauft (gibt es an den größeren Haltestellen und in den Tabacchi), Kinder unter 10 Jahren fahren gratis mit.

Aventin

Rom Villa San Pio40 Minuten später standen wir vor unserem Hotel „Villa San Pio“ auf dem Aventin. Der Aventin ist der südlichste der sieben antiken Hügel Roms und heute eine ruhige und grüne Villen(wohn)gegend. Auch unser Hotel umfasste drei dieser Villen, die sich um eine lauschige Gartenanlage samt Wintergarten und Terrasse fürs Frühstück gruppieren. Circus Maximus, Caracalla Therme und sogar das Kolosseum sind fußläufig erreichbar, ebenso wie die Metrostationen Piramide und Circo Massimo sowie mehrere Bushaltestellen.

Auf den Aventin zieht es nicht sehr viele Touristen. Umso schöner ist es, wenn man auch hier rings um unser Hotel nette Orte entdeckt, die fast noch ein Geheimtipp sind, wie „Roms berühmtestes Schlüsselloch“ an der Piazza dei Cavalieri di Malta. Am Eingangstor des Malteserordens blickt man durch besagtes Schlüsselloch auf eine Allee von Büschen  direkt auf die Kuppel des Petersdoms – ein zauberhafter Anblick!

 

Einen weiteren schönen Blick nicht nur auf den Petersdom, sondern über die Dächer von Rom, findet ihr wenige Meter die Straße hinunter neben der Basilica Santa Sabina, im Giardino degli Aranci. Mit seinen Orangenbäumen, Brunnen, spielenden Kindern und seinem Ausblick auf die Stadt ist dies ein beschaulicher Ort der Ruhe im sonst eher lauten und hektischen Rom.

 

Am Fuße des Aventin und ebenfalls fußläufig von unserem Hotel befindet sich ein bekannteres touristisches Ziel: der Bocca della Verita in der Vorhalle der Kircher Santa Maria in Cosmedin (eine Spende wird erhoben). Mit Wartezeiten müsst ihr rechnen, wenn ihr eure Hand in diesen berühmten „antiken Lügendetektor“ stecken wollt. Das Marmorrelief stammt vermutlich aus dem 4. Jahrhundert und wurde im Mittelalter zur „Rechtsfindung“ verwendet. Wer vor Gericht eine Aussage machte, musste seine Hand in den Steinschlund legen und bekam bei einer Lüge die Hand „abgebissen“ – oder mit einem Schwert hinter der Marmorplatte abgeschlagen. Die Kinder waren fasziniert von diesem Relief und dessen Geschichte! Neben dem Schlund befindet sich ein sehr hübsches frühmittelalterliches Kirchlein mit schönen Mosaiken und Fresken.

 

Testaccio

Rom Mercato Testaccio CanolliAbends war es von unserem Hotel aus nicht weit ins gänzlich andere, benachbarte Testaccio-Viertel. Benannt nach dem Monte Testaccio, einem  Hügel aus antiken Ton-Scherben, ist dieser ehemalige Schlachthofbezirk heute ein bodenständiges Wohnviertel mit zahlreichen, meist kleineren Restaurants, wo man günstige und gute traditionelle römische Küche bekommt. Touristen sind hier noch in der Minderheit, viele Einheimische gehen hier essen und auch einkaufen, zum Beispiel auf dem größten Markt des Viertels, dem Nuovo Mercato di Testaccio. Mit unseren Kindern haben wir hier unter anderem die Cannoli probiert, ein knuspriges Gebäck mit einer cremigen Füllung aus Sizilien und haben uns frisch gepresste Säfte sowie leckere Panini schmecken lassen.

Rom Bucatino Pasta Trüffel SteinpilzeFürs Abendessen können wir „Da Bucatino“ mit seinem Vorspeisenbuffett und der superleckeren Pasta mit Trüffeln und Steinpilzen empfehlen, sowie das „Flavio al Velavevodetto„, wo wir die typischen römischen Spaghetti Cacio e Pepe (mit Pecorino Romano und Pfeffer) gegessen haben, und man im Gastraum hinter Glas den antiken Scherbenhügel bewundern kann.

 

 

 

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