Strandurlaub in Belgien: De Haan

Kennt ihr jemanden, der in Belgien Strandurlaub macht? Ein Städtetrip nach Brüssel, Brügge, Gent oder Antwerpen – das macht vielleicht der eine oder andere. Aber für einen Strandurlaub fährt man im allgemeinen nach Holland oder an die deutsche Nord- oder Ostsee, aber nicht nach Belgien. Ein bisschen weiß ich jetzt auch, warum. Wer die belgischen Seebäder Ostende oder noch schlimmer Blankenberge kennt, nickt wissend mit dem Kopf. Auch wir waren entsetzt: Gesichtslose, meist in die Jahre gekommene Apartmentblöcke reihen sich wie eine Wand an der Uferpromenade auf. Es mag vielleicht ganz schön sein, wenn man in einem der Apartments wohnt und einen Blick auf den auch hier tollen Strand hat und diese „Wand“ nicht sieht, aber unsere Vorstellung von einem hübschen Badeort sieht ganz sicher anders aus.

Aber auch in Belgien gibt es Ausnahmen, zum Beispiel De Haan (noch klangvoller auf französisch: Le-Coq-Sur-Mer). An und hinter einer lebhaften Uferpromenade gänzlich ohne Apartmentblöcke liegen zahlreiche stilvolle Bädervillen im Art-Deco-, normanischen Cottage- und Jugendstil, eine schöner als die andere. Fast fühlt man sich in die „Belle Epoque“ versetzt, wenn man hier entlang flaniert oder mit dem Fahrrad die hübschen Straßenzüge zwischen dem Meer und der Bahnlinie erkundet.

Und der Strand ist ebenfalls fantastisch: Kilometerlang, breit, feinsandig und flach abfallend, ideal insbesondere für Familien! Wer mag, mietet sich Liegen und einen Sonnenschirm, wer es ruhiger liebt, läuft ein paar hundert Meter die Dünen entlang, bettet sich in deren Windschatten auf halber Höhe und beobachtet die Strandläufer, Wind- und Kitesurfer.

Wenn die Kinder Abwechslung suchen, bietet sich ein Spaziergang zum Park „La Potinière“ an, wo es unter anderem eine Minigolfanlage gibt. Und bei „Fietsen André“ können allerlei fahrbare Untersätze gemietet werden: Fahrräder jeglicher Art, Dreiräder, Go-Carts, Roller, Kinder-Quads und noch vieles mehr. Die Parkwege dienen als Rennstrecke für Kurzmieter, Ausdauernde unternehmen längere Radtouren auf den zahlreich vorhandenen Radwegen.

Wer nach so viel Anstrengung etwas Süßes braucht, ist bestens bei den zwei Eisdielen  unmittelbar bei La Potinière aufgehoben: Direkt nebeneinander liegen die Ijsbar René mit leckerem Bio-Eis und das nicht minder gute Australian Homemade Icecream and Waffles. Noch mehr süße Köstlichkeiten finden sich nebenan bei Leonidas. Danach geht es schnell wieder ans Meer oder auf’s Rad, das schlechte Genießer-Gewissen mit etwas Bewegung betäuben!

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