Australien – wir kommen!

Es ist Ende November – noch 30 Tage und unser Australien-Urlaub in den Winterferien geht los! Seit knapp einem Jahr sind wir schon an der Planung dieses Urlaubs-Highlights. Wer mich kennt, weiß: nichts tue ich lieber! Und Vorfreude ist bekanntlich (fast) die schönste Freude.

Und die Vorfreude ist tatsächlich riesig. Vor über 25 Jahren war ich schon zweimal in diesem tollen Land. Das erste Mal als Rucksackreisende, das zweite Mal – aufgrund der ersten Erfahrung – sogar gegen Bezahlung als Begleitung einer Gruppenreise. Bei diesen Reisen habe ich im Wesentlichen die Ostküste zwischen Melbourne, Sydney, Brisbane und Cairns besucht, kurz war ich auch auf einer Schaf- und Rinderfarm im „echten Outback“ sowie rund um den Uluru und die Olgas im Landesinneren.

Unsere geplante Reiseroute

Als wir unsere Planung starteten war schnell klar, dass wir uns auf die Ostküste beschränken wollen (und müssen). Zwar haben wir als Hessen das Glück, drei Wochen Winterferien zu haben, aber diese drei Wochen sind schon wenig genug für die Ostküste, denn Melbourne und Cairns liegen 3.000 Kilometer auseinander. Um nicht allzu viel Zeit im Auto zu verbringen, haben wir also Inlandsflüge eingeplant und die Strecke zwischen Sydney und Brisbane ganz ausgespart.

Unsere finale Route war schlussendlich durch weitere Faktoren vorgegeben: Unsere Älteste, eine leidenschaftliche Tennisspielerin, wollte unbedingt wenigstens zur Qualifikation der Australian Open in Melbourne sein – also ist Melbourne unsere letzte Station. Damals, 1995, flog ich von Auckland nach Melbourne und saß im gleichen Flieger wie Charly Steeb und Wayne Ferreira, sah dann vor Ort Michael Stich, Anke Huber, Jim Courier, Stefan Edberg und Pete Sampras. Und war beeindruckt von der tollen Atmosphäre in und um die Rod Laver Arena. Nur leider finden die AO 2020 eine Woche später als die Jahre zuvor statt – wir werden also weder Quali noch Hauptfeld sehen. Ein kleiner Trost ist der Besuch des WTA Turniers Brisbane International, bei der sich die weibliche Top-Elite (im Feld sind u.a. Barty, Osaka, Williams, Kvitova und Kerber) auf die AO einspielt.

Starten werden wir dieses Mal – bedingt durch die Flugrouten – in Sydney (was klimatisch aber sicher angenehmer sein wird als ein Start in Cairns). Nach ein paar Tagen „Eingewöhnung“ fliegen wir nach Cairns, werden noch ein Stück weiter nördlich fahren bis ans Cape Tribulation (fand ich damals gar nicht trübselig, aber James Cook saß hier mal länger ungewollt fest) und setzen dann den Weg Richtung Süden über Mission Beach, Townsville (Magnetic Island), Airlie Beach (Whitsundays), Yeppoon, Hervey Bay (Fraser Island) bis nach Brisbane fort, von wo aus wir nach Melbourne fliegen. Ich werde viel Bekanntes, das sich aber sicher auch sehr verändert hat, wiedersehen, und freue mich sehr darauf, das dieses Mal mit meiner Familie erleben zu dürfen!

Australische Serien und Filme

Wie immer im Vorfeld einer Reise haben wir uns überlegt, welche Filme wir (auch mit den Kindern) anschauen und welche Bücher wir lesen könnten. Nachdem „Fackeln im Sturm“ zur Vorbereitung unserer Florida- und Südstaatentour ein Riesenerfolg bei den Kindern war, habe ich es mal mit den „Dornenvögeln“ versucht. Das fanden die Kids aber nicht so toll – zu viel drehte sich um die Beziehung zwischen Pater Ralph, Mary Carson und Meggie Cleary. Die Kinder selbst sind auf die Serie „Meine peinlichen Eltern“ gestoßen (warum hab ich die wohl nicht gefunden?!?), die Hauptfigur ist die elf- bzw. zwölfjährige Taylor, gedreht wurde an der Gold Coast (v.a. in Palm Beach). Ebenfalls an der Gold Coast gedreht ist H2O – plötzlich Meerjungfrau. Das Sydney Opera House und den „Coathanger“ kennen die Kinder von der „Dance Academy„; ebenfalls in Sydney spielt der australische Teil von „Emmas Chatroom“ (also zumindest die Mädchen sind mit dieser Australien-Auswahl bestens versorgt). Zufällig entdeckt haben wir auch, dass Mission Impossible II an mehreren Stellen in und um Sydney gedreht wurde. So sieht man mehrfach gut Downtown (The Rocks, das Opernhaus, Governor Phillip Tower), aber auch den Ashton Park beim Taronga Zoo, Bare Island/Botany Bay und der „spanische Teil“ wurde lustigerweise im Herrenhaus „Boomerang“ in der Elizabeth Bay gedreht. Schlussendlich haben wir dann noch alle „Australia“ mit Nicole Kidman und Hugh Jackman angeschaut, der um Darwin und im Northern Territory spielt.

Für die Bücherwürmer

Da ich sehr gerne Krimis und Thriller lese, habe ich mich in diesem Genre ein bisschen umgeschaut. Und musste feststellen: Australien ist nicht gerade ein Krimi-Hotspot. Auf der Internetseite der „Krimi-Couch“ ist zu lesen: „Australien war lange Zeit ein dunkler Fleck auf der Krimilandkarte.“ Dennoch: Mit Peter Temple und Gary Disher bestehe noch Hoffnung auf einen guten australischen Krimi und es stimmt, mir haben „Die Schuld vergangener Tage“ von Peter Temple und „Drachenmann“ von Gary Disher (beide spielen im Großraum Melbourne) soweit ganz gut gefallen. Lesenswert fand ich außerdem Jane Harper („Hitze“ und „Ins Dunkel“), bei „Hitze“ bekommt man – neben einer spannenden Story – auch einen Eindruck, was Trockenheit im australischen Outback bedeutet.

Reiseführer meiner Wahl in der besuchten Region ist „Australien – Der Osten“ der Reihe Stefan Loose Travel Handbücher. Etwas enttäuscht war ich hingegen von „Australien Osten + Zentrum“ von Reise Know-how. Gehört eigentlich sonst auch zu meinen bevorzugten Reiseführern, aber dieser hier umfasst einfach ein zu großes Gebiet und bleibt daher vielerorts sehr an der Oberfläche.

Eine sehr nette Einstimmung in „appetitlichen Häppchen“ bietet das Buch „111 Gründe, Australien zu lieben“ von Barbara Barkhausen, das mir meine Große geschenkt hat. Diese kurzen „Liebeserklärungen an das schönste Land der Welt“ erzählen Lustiges, Innovatives, Kurioses und Wissenswertes zum Beispiel zu Geografie, Mensch, Tier und Kulinarik -, mitunter trivial, aber höchst kurzweilig.

Noch mehr Reiseplanung

Ein ganz wichtiger Punkt vor Reiseantritt: ein eVisitor Visum beantragen. Es gibt je nach Dauer des Aufenthalts und der Absichten (Urlaub, Arbeit, Studium) unterschiedliche Visa . Für unsere Zwecke relevant war das kostenlose eVisitor Visum 651, das problemlos online beantragt werden kann und in Sekundenschnelle bewilligt wurde – zumindest bei uns.

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Etwas genauer hatten wir uns auch mit dem Thema Smartphone und Prepaid-Handykarte beschäftigt. Diverse australische Anbieter wie Telstra, Optus oder (tatsächlich!) AldiMobile werden im Internet empfohlen. Für unsere drei Wochen erschien uns der Aufwand allerdings letztendlich zu hoch, wir werden ein wöchentliches Roaming-Paket von unserem Heimatanbieter für eines unserer Smartphones nutzen. Und damit wir unsere Smartphones auch aufladen können, haben wir natürlich gleich mehrere Steckdosenadapter (genannt Standard Typ I mit drei flachen Kontakten) gekauft, denn unsere heimischen Stecker passen garantiert nicht!

Auch medizinisch checken wir alles noch einmal durch. Vorgeschriebene Impfungen (es sei denn, man kommt aus einem Gelbfieber-Gebiet) sind aktuell nicht notwendig (nähere Infos: Auswärtiges Amt), aber es schaden nicht zu prüfen, ob alle Impfungen noch aktuell sind und diese gegebenenfalls auffrischen zu lassen (was bei uns Eltern dringend nötig war).

Ihr seht, wir sind gerüstet – es kann losgehen!

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