Stopover in Seoul

Unsere große Australienreise hat begonnen. Eigentlich war mindestens ein Übernachtungs-Stopover in Asien geplant, aber bestimmte Airline-Restriktionen sorgen dafür, dass es nur ein achtstündiger Aufenthalt in Seoul, der Hauptstadt von Südkorea, geworden ist. Himmel, was fangen wir nur mit dieser Zeit an, dachten wir.

Schnell haben wir jedoch herausgefunden, dass der Incheon Airport eine tolle und auch noch kostenlose Möglichkeit bietet, die Zeit zu überbrücken. Beim Transit Tour genannte Programm kann der geneigte Reisende zwischen verschiedenen ein- bis fünfstündigen Touren wählen, von Shopping über Kultur bis hin zu Adventure ist alles dabei. Man kann sich vorab im Internet zu den Touren anmelden, oder aber man begibt sich auf „Walk-In-Basis“ zu den Tourdesks, die sich in Terminal 1 und 2 befinden (Terminal 1: Schalter 41 und 42 neben Gate 8 im 1. Stock).

Wir entscheiden uns für die zweistündige Tour „Old & New“, die uns zum Songdo Hanok Village und der Triple Shopping Street führt und buchen diese auch vorab, bekommen allerdings nur noch drei Plätze. Aber da die meisten Plätze sowieso auf „Walk-In-Basis“ vergeben werden, hoffen wir, dass der vierte Platz kein Problem ist.

Nach einem ruhigen Flug mit der koreanischen Fluglinie Asiana landen wir müde aber pünktlich in Seoul. Schon vor der Immigration ist ein weiterer „Free Korea Transit Tour“-Schalter und wir bekommen ohne Probleme den fehlenden Platz, auch alle anderen „ausgebuchten“ Touren nehmen problemlos alle Interessenten mit.

Ein etwas größeres Problem bereitete uns im Vorfeld die Kleiderfrage. In Australien ist Sommer und natürlich haben wir keine Winterklamotten mit dabei. Aber in Seoul herrschen im Dezember ähnliche Temperaturen wie bei uns. Einen Tag vorher werfen wir noch einmal einen Blick auf eine Wetterseite im Internet: tatsächlich, 5 Grad – brrr…. Also nehmen wir kurzerhand lange Skiunterwäsche mit, die lässt sich klein verpacken und auch im Handgepäck mitnehmen.

Songdo Distrikt

Gut verpackt geht es über die längste Brücke Südkoreas – immerhin über 12 Kilometer lang – los in Richtung Songdo Distrikt. Dieser ist das größte private Immobilieninvestment in der Geschichte Koreas, was vor allem meinen Mann interessiert. Seine zwei Landmarks sind der Northeast Asia Trade Tower und der Incheon Tower und sie verleihen der Skyline (nachts soll es noch beeindruckender sein) ein topmodernes Aussehen. Inmitten der Hochhäuser befindet sich der „Central Park“, wo man wie in seinem berühmten amerikanischen Namensvetter beispielsweise Boot auf einem See fahren kann. Und auch hier herrscht Weihnachtsstimmung!

Das Songdo Hanok Village

Das Songdo Hanok Village hingegen ist der Geschichte und Kultur gewidmet und bildet einen Gegenpol zum ultramodernen Songdo Distrikt. Hier stehen viele Repliken von historischen koreanischen Gebäuden. Außerdem bietet der Komplex Restaurants und Cafés, Shops mit traditionellem koreanischem Handwerk und ein Kulturzentrum. Koreanische Brautaare heiraten hier wohl sehr gerne, der Flecken ist in der Tat sehr malerisch – wenn es nicht wie heute schneit.

Karte im Internet: https://visitincheon.or.kr/ptl/docu/sc/Map_Eng.pdf

Die Triple Shopping Street

Die Triple Shopping Street besuchen wir nur kurz (auch weil der Bus der Tour vor uns eine Panne hatte und wir später loskommen). Hier reiht sich Geschäft an Geschäft, „normale“ und Outlets. Der Schneeregen heute lädt aber nicht wirklich zum Bummeln ein und wir sind froh, bald wieder im Bus zu sein.

Insgesamt ist das wie gesagt kostenlose Transit Tour Programm sehr zu empfehlen. Wir haben natürlich nur einen winzigen Ausschnitt gesehen, aber die lange Transitzeit sinnvoll überbrückt und uns die Beine vertreten!

Incheon Airport

Über dieses Programm hinaus ist der Incheon Airport auch an sich sehenswert. Er gehört zu den 20 größten Airports der Welt und ist auch einer der modernsten. Derzeit steht überall Weihnachtsdeko, vor der sich Reisende fotografieren. Wir erleben zwei musikalische Auftritte mit, drei wirklich gute Tenöre und ein Streicherensemble. Zum Abschluss schauen wir uns dann auch noch die koreanische Kulturmeile am Flughafen an und essen Bibimbap mit Oktopus, bevor es weitergeht nach Australien!

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