Halbinsel Eiderstedt: Ausflugsziele für jeden Geschmack

20190707_1122459018548575750859259.jpgLustige Namen haben die Orte hier, zum Beispiel „Welt“, „Witzwort“ und „Harmonie“. Zahlreiche reetgedeckte Häuser, unzählige Schafe und Rinder, Reiher und Störche und noch viel mehr lässt sich entdecken. Von unserem Feriendomizil in St. Peter-Ording aus (siehe auch Sommerurlaub in St. Peter-Ording – bei jedem Wetter schön) haben wir die Halbinsel Eiderstedt erkundet und viele schöne Ausflugsziele entdeckt.

Multimar Wattforum

Für die Kinder das Highlight des Urlaubs schlechthin: das Multimar Wattforum in Tönning. Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, UNESCO-Welterbe, könnte sich nicht besser und interessanter präsentieren als er es hier tut. Denn das Multimar Wattforum ist Aquarium und unglaublich interaktives Museum in einem – anschaulich, verständlich und in hohem Maße unterhaltsam.

An jeder Station können Jung und Alt mitmachen: zum Beispiel Tiere im Aquarium streicheln, Wellen und Wanderdünen erzeugen, sich auf einem Rad strampelnd vergleichen mit der Geschwindigkeit verschiedener Tiere, sich klatschend orientieren wie ein Wal, aber auch friesische Dialekte hören – es ist unglaublich, was sich die Macher des Museums alles haben einfallen lassen. Noch nie haben unsere Kinder ein Museum zum Highlight ihres Urlaubs erklärt, hier taten sie es. Und das sagt ja wohl alles!

Wattwanderung

Nach so viel „Theorie zum Anfassen“ im Multimar Wattforum haben wir natürlich auch eine Wattwanderung gemacht. Wattwanderungen werden an vielen Orten angeboten, in St. Peter-Dorf mit Startpunkt beim Pfahlbau-Restaurant „Strandhütte“, aber auch in Vollerwiek in der Nähe des Eidersperrwerks oder ab dem Leuchtturm Westerheversand (Informationen dazu im Veranstaltungskalender von SPO).

Die Warnungen, nicht allein ins Watt zu gehen, sind überall zu lesen. Und neben dem Sicherheitsaspekt ist es auch aus informatorischen Gründen sicherlich sinnvoll, sich einer geführten Wattwanderung, in unserem Fall mit einer jungen und sehr engagierten FSJlerin des Nationalparks, anzuschließen. Wattwürmer ausgraben, Garnelen in Prielen fischen, Salzqueller essen (der hier in der Tat auch als Salat zubereitet wird) und sich knietief in den Schlick eingraben hat schon was – sogar wenn es von oben auch feucht ist…

Leuchtturm Westerheversand

img_83809025079171230511796.jpgNicht weit von St. Peter-Ording entfernt (und bei wenig Wind auch gut mit dem Fahrrad erreichbar) liegt einer der meistfotografiertesten Leuchttürme Deutschlands, der Leuchtturm Westerheversand. Von einem Parkplatz nebst kleiner Tourist-Information lässt er sich über den Deich und durch die Wiesen, vorbei an zahlreichen Schafen, zu Fuß in etwa 30 Minuten erreichen. Er kann auch besichtigt  bzw. bestiegen werden (Tickets am Parkplatz erhältlich, oft ausgebucht), auch Wattwanderungen werden vom Leuchtturm aus angeboten. Uns hat der Leuchtturm und der Spazierweg, durch die Schafsherden hindurch, einfach nur sehr gut gefallen!

Der Rote Haubarg

Viele schöne Friesenhäuser mit ihren typischen Reetdächern finden sich auf der Halbinsel. Die stattlichsten davon sind die Haubarge. Hier lebten der Großbauer mit seiner Familie, Knechten und Mägden sowie dem Vieh unter einem Dach. Der berühmteste Haubarg ist der Rote Haubarg bei Witzwort. Rot ist er nicht (er war früher mit roten Ziegeln, jetzt aber mit Reetdach gedeckt), aber sehr imposant mit seinen 99 Fenstern und einer Grundfläche von etwa 1.000 Quadratmetern. Und er kann auch von innen besichtigt werden. Die Wohnräume, darunter der „Pesel“, das ist die „gute Stube“, beherbergen heute ein Restaurant. Für Restaurantbesucher kostenlos ist der Besuch eines kleinen Museums (gleicher Eingang wie das Restaurant), das im ehemaligen Stall und Speicher untergebracht ist und einem neben geschichtlichen Informationen und landwirtschaftlichem Gerät vor allem die Größe des Gebäudes vor Augen führt.

Holländerstadt Friedrichstadt

Die Holländerstadt Friedrichstadt wurde 1621 von holländischen Glaubensflüchtlingen gegründet – und sie bauten eine Stadt nach holländischem Vorbild. Samt Grachten und Häusern mit typischen Treppengiebeln. Das gesamte – recht kleine und fußläufig gut erkundbare – Stadtgebiet ist sehenswert, überall lassen sich schöne Häuser entdecken, mit Höhepunkt der imposanten Giebelhäuser am Marktplatz. Das Ganze lässt sich auch auf den Grachten bei einer geführten Rundfahrt erkunden. Aber für Familien eine höchst attraktive Alternative: Selbst die Grachten per Tretboot, Elektro-Boot oder Ruderboot erkunden! Wir haben dies mit Kanu Kunterbunt getan (Start ab Ecke Lohgerber-/Ostermarktstraße), ebenfalls ein Highlight für die Kinder!

Und wer am Ende einer Eiderstedt-Rundtour noch schön einkehren will, dem seien zwei Tipps etwas abseits der Touristenpfade genannt. Beide liegen in Tating: den Eiderstedter Krog mit seiner gut bürgerlichen Küche (v.a. Lamm und Fisch) und extrem freundlicher Bedienung besuchen auch die Einheimischen. Touristischer ist das Schweizer Haus, das  für seine großen Kuchen berühmt ist: „Kuchenstücke unter 300 Gramm sind Kekse“!

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