Sommerurlaub in St. Peter-Ording – bei jedem Wetter schön

Jetzt haben wir den Salat! Was haben wir gestöhnt unter den 40 Grad Sommerhitze im Süden, ohne ein Lüftchen und fast nicht auszuhalten. Im Norden, unser diesjähriges Sommer-Urlaubsziel ist St. Peter-Ording, ist alles anders. Hier weht mehr als ein laues Lüftchen, eine steife Brise ist noch vorsichtig ausgedrückt. Und von Sommerhitze keine Spur – das Thermometer steigt selten über 20 Grad. Da ist die 18 Grad warme Nordsee fast schon „Badewanne“ – einige Unerschrockene wagen sich doch auch tatsächlich hinein. Nicht nur die Surfer in Neopren-Anzügen, die hier gerade ihren Windsurf Cup austragen, sondern in der Tat auch ganz normale Schwimmer stürzen sich in die Wellen. Brrr…

Also meine Vorstellung vom Sommerurlaub sieht definitiv anders aus, offensichtlich (und tatsächlich) bin ich geprägt von Sommerurlauben am Mittelmeer, wo man solche „Sorgen“ nicht hat. Glücklicherweise ist man hier im Norden aber genau auf das eingestellt und auch bei mäßigem Wetter lässt es sich hier mehr als nur gut aushalten, so vielfältig sind die Möglichkeiten. Ich muss nur ein bisschen an meiner Einstellung zum Thema Sommerurlaub arbeiten… Und glücklicherweise haben wir wenigstens keinen Dauerregen.

Wir haben ein Häuschen in Ording-Süd am Strandweg (ich habe gelernt: Es gibt noch die Stadtteile Bad, Dorf und Böhl) und wie der Name sagt, liegt es hübsch nah am Strand. Das ist in St. Peter-Ording jedoch relativ. Man kann zwar – wie wir – wirklich nur 200 Meter vom Strandbeginn weg wohnen, es aber dennoch sehr weit haben, bis man das Meer erreicht, und zwar nicht nur bei Ebbe. Denn der feine weiße Sandstrand ist bis zu zwei Kilometer breit (und 12 Kilometer lang). Jetzt weiß ich auch, was der Bollerwagen soll, der auf unserer Terrasse steht. Damit zieht man Kind und Kegel über die Bohlenwege gen Meer – wenigstens gibt es diese Wege überall bis „nach vorne“ – durch den Sand wäre der Weg doppelt beschwerlich mit dem vielen Zeug, das man so braucht.

Spaß beiseite, der Strand ist wirklich der Wahnsinn und sucht seinesgleichen. Nirgends ist der Begriff „Strandwandern“ treffender als hier, und Platz gibt es stets genug, auch zur Hochsaison. Der Strand ist so riesig, dass er sogar stellenweise als Parkplatz genutzt wird (um die gestressten Familienväter wenigstens etwas zu entlasten), und auch als Rennstrecke für Strandsegler und Kitebuggys. Infrastruktur mit Toiletten, Umkleiden und Strandkorbverleih ist natürlich an mehreren Strandabschnitten (am Ende der langen Bohlenwege) vorhanden.

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Typisch für den Strand von St. Peter-Ording sind neben seiner Breite und den Bohlenwegen auch die Pfahlbauten, längst Wahrzeichen des Ortes. Sie sind bis zu sieben Meter hoch und beherbergen unter anderem fünf Restaurants. Bei Flut sind sie teils nur durchs Wasser watend erreichbar, bei entsprechendem Wetter daher mitunter auch geschlossen. Auch muss man aufpassen, wo man sein Auto parkt bzw. wann die Flut den Parkplatz (z.B. bei der „Seekiste“) erreicht, sonst kann man böse Überraschungen erleben. Aber „hier oben“ einmal Essen zu gehen, ist absolut empfehlenswert! Wir haben die „Seekiste“ in Böhl besucht, deren Angebot gut bürgerlich, bodenständig und lecker ist, serviert von einem netten jungen Serviceteam, der Chef wacht im Hintergrund. Unser zweiter Pfahlbaubesuch galt „Strandhütte Axels Restaurant“ in Dorf, das nicht am Strand, sondern in den vorgelagerten Salzwiesen liegt und damit aber fast noch einen idyllischeren Ausblick bietet, über die Wiesen und Priele ans Meer, sowie mit einer feineren, aber dadurch auch hochpreisigeren Küche aufwartet. Wir haben wie gesagt beide auf ihre Art für gut befunden.

Neben ausgiebigen Spaziergängen am Strand lässt es sich auch in den diversen Ortsteilen nett schlendern. Touristisches Zentrum ist „Bad“ und daher recht lebhaft, mit vielen Shops und Imbissen sowie einer einen Kilometer langen Seebrücke nebst einer Filiale des Sylter Gastronomen „Gosch“. Beschaulicher, aber ebenso mit (hochwertigeren) Shops und heimeligen Restaurants und Cafés ausgestattet ist „Dorf„, wo sich rund um den alten Ortskern auch das Eiderstedter Heimatmuseum, das Bernsteinmuseum, zahlreiche hübsche Reetdachhäuser und weitere historische Besonderheiten wie ein „Eiskeller“ befinden.

Unsere Kinder waren darüber hinaus  sehr von der Dünen-Therme angetan (und wir übrigens auch). Das Meerwasser-Freizeitbad liegt in den Dünen von „Bad“ und bietet ein Wellenbad, Außen- und Innenpools sowie drei sehr unterschiedliche Rutschen: eine mit Reifen, den Wildbach mit diversen Überraschungen und eine „Freefall-Rutsche“ – auch (und gerade) für ältere Kinder spannend. Eltern können sich übrigens auch in einer Saunalandschaft entspannen.

Und in der Umgebung von „SPO“, so sagt der Insider zu St. Peter-Ording, lässt sich ebenfalls einiges unternehmen – die nächsten Tage sind gerettet, auch bei durchwachsenem Sommerwetter!

3 Kommentare zu „Sommerurlaub in St. Peter-Ording – bei jedem Wetter schön

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    1. Leider haben wir nur eine Woche in St. Peter-Ording verbracht. Es gäbe noch so viel zu sehen und tun! Und Krabbenkutterfahrten sind toll, wir haben auf der anderen Seite des Atlantiks bei Jekyll Island mal eine gemacht.

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  1. Gute Tips, hört sich gut an. Gehe demnächst ebenfalls in diese
    Gegend, sind die Vorschläge sehr gut. Werden wir uns ansehen.!
    Erika

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