Letzte Station Kamakura – wir sagen „Sayonara Japan“

Unser letzter Tag in Japan ist angebrochen. Eigentlich hätten wir gerne noch den Hakone Nationalpark besucht, den Mount Fuji gesehen, die in einer Schwefelquelle gekochten schwarzen Eier gegessen, die Fumarolen bestaunt und wären mit der Seilbahn gefahren. Doch es hat nicht sollen sein: Aufgrund erhöhter seismischer Aktivität und damit verbundenem Austritt giftiger Dämpfe bekommen wir keinen Zutritt in das Gebiet.

Also müssen wir uns ein Alternativprogramm überlegen und fahren statt dessen zurück in Richtung Tokyo, mit dem Ziel Kamakura. Die Stadt liegt ca. 50 Kilometer südöstlich von Tokyo direkt am Meer und ist mit Zügen gut erreichbar.

Fudo-Chaya Familienschrein

Wir steigen am Bahnhof aus und lassen unsere Koffer in einer Gepäckaufbewahrung. Dann laufen wir ein bisschen im Zentrum spazieren, entlang der lebhaften Komachi-dori gibt es viele nette Geschäfte und Restaurants, es lässt sich schön bummeln. Miyoko entführt uns in ein kleines familiengeführtes Ramen-Restaurant (Fudo-Chaya), das sie noch aus ihrer Studienzeit kennt. Es gibt dort nicht nur leckere Ramen, sondern auch einen Familienschrein und eine Höhle hinter dem Restaurant.

Kamakura Enoden Bahn nach Hase

Anschließend nehmen wir den historischen Lokalzug (Enoden) für drei Stationen bis zur Haltestelle „Hase“. Hier folgt man einfach dem Menschenstrom und landet unweigerlich bei der größten Attraktion der Stadt, dem Kotoku-in mit seinem Großen Buddha „Daibutsu“.

Die Wurzeln dieses buddhistischen Tempels reichen zurück ins 13. Jahrhundert, schon damals stand hier zunächst eine hölzerne, später eine bronzene Buddhastatue. Der heutige Daibutsu, dargestellt in sitzender Meditationshaltung, ist über 13 Meter hoch und damit der größte des Landes. Ursprünglich war er in einer Halle untergebracht, noch heute sieht man, wo deren Säulen standen. Ein Sturm und später ein Tsunami zerstörten die Tempelhalle, seither befindet sich der Buddha im Freien. Gegen eine zusätzliche Gebühr kann er auch von innen besichtigt werden.

Zum letzten Mal nehmen wir die typischen Tempelrituale wahr, das Waschen, Räucherstäbchen entzünden, Rauch zufächeln und beten – und werden ein bisschen wehmütig.

Nach acht Tagen strahlenden Sonnenschein tut das trübe Wetter ein übriges, um die Abschiedsstimmung noch zu verstärken. Wir laufen noch an den nahen Strand, die Yuigahama Beach, damit die Kinder wenigstens einmal die Hände in den Pazifik tauchen können, und nehmen dort wie immer auch ein Fläschchen Sand mit.

Genussfertiges Sukiyaki

Mit dem Zug geht es zurück nach Tokyo. Miyoko und Mogi haben noch ein tolles Abschiedsessen für uns geplant: In einem clubähnlichen Restaurant essen wir Sukiyaki mit dem zartesten Wagyu-Rind, das man sich vorstellen kann.

Dann heißt es Abschied nehmen, ein erlebnisreicher, unvergesslicher Urlaub in Japan geht zu Ende. Unser ganz großer Dank gebührt Miyoko und Mogi, für die tolle Planung und Vorbereitung und insbesondere die Führung durch ihr wunderschönes Land. Ohne euch hätten wir nicht halb so viel gesehen und erlebt. Sayonara, Japan, wir kommen ganz sicher wieder!

Sayonara Japan

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