Stopover in Taipeh

Eigentlich stand Taiwan gar nicht auf unserem Urlaubsplan. Eine Zwischenlandung in Taipeh ließ uns beschließen, dieser Metropole einen Kurzbesuch abzustatten. Und wir haben es nicht bereut!

IMG_8964Von Japan aus durften wir zur Erheiterung der Kinder mit dem „Hello Kitty“ Jet von EVA Air (die taiwanesische Fluglinie ist Mitglied in der „Star Alliance“ und generell sehr empfehlenswert) nach Taipeh einfliegen. Die Stadt liegt recht malerisch, umgeben von grünen Hügeln. Das Klima sollte eigentlich subtropisch sein, empfängt uns aber Ende Oktober noch mit über 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von gefühlten 100 Prozent – auch der Schauer fühlt sich eher tropisch an.

Ein extrem günstiges Taxi bringt uns vom Stadtflughafen Songshan in unser Hotel „Eastin Taipei“ – ebenfalls erfreulich günstig im Vergleich zu den Hotels unserer Ziele davor und danach, Japan und Singapur. Wir zahlen 140 Euro für die Family Suite, Ausblick auf den Taipei 101 und Frühstück aufs Zimmer inklusive!

Die nächste kleine Überraschung (nach 8 Tagen eher schwieriger Verständigung und schlechter Beschilderung in Japan fällt uns dies besonders auf): Die Rezeptionistin spricht nahezu akzentfrei Englisch, genau wie später eine Verkäuferin im Supermarkt und ein Taxifahrer. Auch in der Metro und bei den wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten finden wir überall Hinweisschilder auf Englisch. Das Land, zumindest die junge Generation, ist sehr weltoffen und westlich orientiert.

Wir haben wenig Zeit, also geht es gleich los auf Erkundungstour. Taipeh ist hervorragend mit einem modernen und (im Gegensatz zu den Bussen) für den Ausländer verständlichen Metrosystem erschlossen (by the way: Auch das ist extrem günstig, eine Einzelfahrt innerhalb der Stadt kostet rund 50 Cent). Unser erster Stop: Die Chiang Kai-shek Memorial Hall. Durch eine 30 Meter hohe Toranlage treten wir auf den imposanten „Freiheitsplatz“. Inmitten gepflegten Grüns liegen rechts und links das Nationaltheater und die Nationale Konzerthalle im chinesischen Palast-Stil. Wir kommen gerade rechtzeitig, um das feierliche Einholen der Fahne inmitten des Platzes mitzuerleben. Am Ende des Platzes steht das Prunkstück: die Gedächtnishalle mit Bronzestatue des langjährigen Präsidenten Chiang Kai-shek, bewacht von einer Ehrenwache.

Weiter geht es zum nächsten Highlight: dem Longshan Tempel, ebenfalls im traditionell-chinesischen Stil und eine der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten Taipehs. Es ist Abend geworden und viele Gläubige suchen den Tempel auf, opfern Lebensmittel und Blumen, zünden Räucherstäbchen an und werfen rote, hölzerne Orakelmuscheln, um einen Rat von den Göttern zu erhalten. Wir sind verzaubert von der gleichzeitig lebhaften und mystischen Atmosphäre!

Gleich um die Ecke liegt der HuaXi Street Night Market, auch bekannt als „Schlangenmarkt“. Tatsächlich werden in einer überdachten Gasse verschiedene „Schlangenköstlichkeiten“ angeboten – ganz frisch, denn die lebenden Tiere sind überall in Terrarien zu sehen. Gleich daneben: Ratten- und Mäusekäfige. Schaurig-fasziniert fragen die Kinder, ob auch letztere zum Verzehr angeboten werden – wir denken, die Nahrungskette sieht anders aus und verzichten dankend auf beides!

Denn jenseits der Schlangengasse gibt es überall auch leckere taiwanesische und chinesische Köstlichkeiten an Straßenständen und in kleinen Restaurants. Dass diese Gegend früher ein berüchtigtes Rotlichtviertel war, erkennt man heute nur bei genauem Hinsehen – und vielleicht noch an den zahlreichen Massageshops (Happy Ending inklusive?).

 

 

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