Gin aus Deutschland: eine kulinarische Reise

Ähem – eigentlich ist das hier ja ein Familienreise-Blog. Aber die Eltern sollen auch mal „exklusiv was zum Reisen“ haben, auch wenn dies kein Blog über eine klassische Reise wird. Sondern ein Blog über eine „Reise“ durch die „deutsche Gin-Landschaft“. Denn wir hatten so einen Spaß bei einem entsprechenden Event, das wir für einen runden Geburtstag eines englischen Freundes (die Queen Mum wurde dank Gin ja bekanntlich über 100 Jahre alt) organisiert haben, dass ich unbedingt darüber berichten will.

Gin-EventUrsprünglich wollten wir uns „nur“ dem Genuss des Gins hingeben. Aber recht schnell kam die Idee auf, dazu auch ein ganzes Menü – und damit ein abendfüllendes Programm – zu entwickeln. Und das ist unser Ergebnis:

Aperitif: „Bee’s Knee“ mit „Siegfried“

Mittlerweile ein deutscher Gin-Klassiker, nicht nur wegen des Namens: der Siegfried-Gin. Natürlich enthält dieser als Botanical Lindenblüten und zusammen mit Lindenblütenhonig (3 TL), Zitronensaft (2cl) und Crushed Ice schmeckt „Siegfried“ (6cl) als Cocktail gemixt nochmal so gut – gelungener Auftakt!

Gin Sul mit Ziegenkäse und Rosmarin-Honig

Vorspeise: „Gin Sul“ mit lauwarmen Ziegenkäse und Rosmarinhonig

Der Gin Sul ist ein in Hamburg von der Altonaer Spirituosen Manufaktur kreierter Gin, der in einer interessanten Flasche aus Steingut, versehen mit Kronkorken, angeboten wird. Der Gin selbst ist eine „hochprozentige Liebeserklärung an Portugal“, so die Schöpfer, mit mediterranen Zitrusnoten, und enthält als Botanicals neben Zitronen unter anderem Zistrosen, Rosmarin, Piment, Koriander und Lavendel. „Der Duft zwischen Setúbal und Sagres liegt zwischen Honig und Eukalyptus“, umschreibt die Homepage, deshalb kombinierten wir diesen Gin mit einem lauwarmen Ziegenkäse mit Rosmarinhonig und Feigen. Eine wie wir finden ebenfalls sehr leckere Kombination!

Baiersbronner Distilled Gin mit Schwarzwald PumpernicklZwischengericht: „Baiersbronner Distilled Gin“ mit Schwarzwald-Pumpernickl

Dem Baiersbronner Distilled Dry Gin habe ich schon einen extra Blog gewidmet, er schmeckt herrlich nach Schwarzwald und sieht mit seiner gelblichen Farbe fast so aus, als habe er das Harz der Nadelbäume aufgenommen. Natürlich musste dieser mit einem „Schwarzwälder Rezept“ kredenzt werden. Wir entschieden uns für Pumpernickl, bestrichen mit Hagebutten-Chutney (Hagebutten-Mark, vermischt mit fein gehackten Schalotten sowie Kräutern und Gewürzen wie Koriander, Zitronengras, Chili und Cheyennepfeffer) und belegt mit einer hauchdünnen Scheibe Schwarzwälder Schinken. Auch dies ein Genuss! Wer mag, kann den Baiersbronner Distilled Dry Gin auch mit einem Tonic Water von Schwarzwald Sprudel kombinieren.

Boar Gin mit Rösti, Trüffelöl und PilzenHauptgericht: „Boar“ mit Rösti und Pilzen

Der Boar Gin kommt ebenfalls aus dem Schwarzwald und enthält neben Zitrone, Süßholz, Piment, Rosenblüte und Gewürznelke als Besonderheit Schwarzwälder Trüffel, der dem Gin neben seinen würzigen Komponenten eine erdige Note sowohl in der Nase, als auch am Gaumen, beschert. Wir haben diesen Gin zusammen mit Rösti mit Trüffelöl und Pilzen genossen und fanden dies ebenfalls sehr passend.

GINSTR mit Gin-Lemon-TarteNachtisch: „GINSTR“ mit Gin-Lemon-Tarte

Dieser Gin steht definitiv mit an der Spitze, was meine deutschen Lieblings-Gins betrifft. Und das nicht nur, weil er aus meiner Heimatstadt Stuttgart kommt. Der GINSTR wird mithilfe von 46 Botanicals und Cannstadter Mineralwasser hergestellt, enthält unter anderem Zitrusfrüchte, Orangenblüten, Holunderblüten und Kardamom, riecht und schmeckt frisch-fruchtig, dominant sind Zitrone und Rosmarin. Diesen Gin haben wir mit einer Gin-Lemon-Tarte kombiniert.

GinT mit LebkuchenZu guter Letzt: „GinT“ mit Lebkuchen

Jetzt passt schon fast nichts mehr rein, aber der muss noch sein: Der GinT (sprich: Gin Tea), „infused“ mit dem grünen Tee „Morgentau“ der Firma Ronnefeldt. Schon in der Nase ist der typische Tee-Geruch sofort erkennbar. Selbst, wer dies nicht gleich erkennt: Wenn man einen Beutel oder einer Tasse Tee der besagten Marke daneben stellt, zeigt sich die „Verwandtschaft“ sofort!

Noch eine weitere Idee gefällig? „Elephant Gin“ mit afrikanischem Erdnuss-Eintopf

Er ist ebenfalls einer meiner deutschen Lieblings-Gins, der Elephant Gin, der auch aus der Nähe von Hamburg kommt. Zu seinen Botanicals gehören neben (deutschen) Äpfeln vor allem Zutaten aus Afrika wie Buchu (vergleichbar mit Johannisbeere) und afrikanischer Wermut, Löwenschwanz oder Teufelskralle. Vom Geschmack her ist dieser Gin süßlich-fruchtig. Jede Flasche ist nummeriert und mit dem Namen eines Elefanten versehen, ein Teil des Erlöses fließt an Tierschutzprojekte in Afrika. Auch dieser Gin wäre, kombiniert mit einem afrikanischen Erdnuss-Eintopf mit Kohl, Tomaten, Paprika und Bohnen, Teil der Menüfolge gewesen, wenn wir nicht schon pappsatt gewesen wären. Aber den „Vortest“ hat auch diese Kombination bestanden!

Na dann: Prost und guten Appetit!

Habt ihr auch noch eine tolle Gin + Essen – Kombination? Dann schreibt doch einen Kommentar!

2 Kommentare zu „Gin aus Deutschland: eine kulinarische Reise

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