Von Trang aus (siehe Schlemmen in Thailand) fahren wir zunächst zum Wat Phu Khao Thong, auch Golden Mountain Temple genannt, in Nam Phut. 1.400 Jahre alt, ist dies einer der ältesten Tempel in Südthailand. Der ältere Teil des Tempels liegt am Fuß eines Karstberges und ein Tropfstein im Außenbereich bildet eine „natürliche Buddhastatue“. Die Hauptattraktion ist jedoch ein liegender Buddha, der eine „Krone von Manorah„, typisch für einen traditionellen thailändischen Tanz, trägt. Dies ist einzigartig, nirgendwo sonst trägt eine Buddhafigur diese spezielle Krone.
Weiter ostwärts fahrend, halten wir am Höhlentempel Sumano, auch hier sind wir die einzigen Touristen. Bei fast 40 Grad Außentemperatur ist die Höhlenluft extrem angenehm, und wir können die höhlenbewohnenden Kröten und Fledermäuse gut verstehen, die die Kühle genau wie wir sehr schätzen.
Wir überqueren die Provinzgrenze nach Phatthalung und freuen uns darauf, beim nächsten Stopp mal selbst Hand anzulegen: beim Eco Painting. Bei einer reizenden Familie sammeln wir rund um deren Haus verschiedene Blüten und Blätter. Diese „hämmern“ wir mit einem Gummihammer anschließend so dekorativ wie möglich auf ein Stück Stoff. Als die Frauen merken, dass wir Spaß haben, bringen sie uns kichernd Cannabis-Blätter, die wir zuvor nicht im Garten entdeckt hatten – da macht es doch gleich noch mehr Freude. Mit Blick auf unsere Teenager, vielleicht künftige Backpacker, beeilen sie sich, uns zu versichern, dass auch in Thailand Cannabis-Genuss mittlerweile legal ist…
Schließlich kommen wir an unserer Unterkunft direkt am Thale Noi See an, wo wir entspannt den Nachmittag am Pool verbringen (siehe Ende dieses Blogs). Am nächsten Morgen geht es noch vor Sonnenaufgang mit dem Longtailboot direkt vom Hotelsteg aus los auf den See. Wir sind noch etwas müde, der sanft-schaukelnde Rhythmus, mit dem uns der Bootsführer bedächtig mit einer langen Stange auf den See hinaustreibt, lässt uns fast wieder eindösen. Dann allerdings sorgt ein unvergleichliches Schauspiel, Hauptdarsteller die Sonne, dafür, dass wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kommen: Das orange-rote Farbenspiel vor den Stelzenhäusern der Fischer ist einfach unbeschreiblich schön.
Danach wirft der Bootsführer den kleinen Motor an und wir fahren weiter. Immer wieder stoppen wir und schauen uns ein Stelzenhaus, einen Fischer bei der Arbeit oder die zahlreichen Wasservögel an. Wir sehen Reiher, Storche, Kormorane, Ibisse, einen Eisvogel – ich bedauere es sehr, kein Fernglas und kein Teleobjektiv dabei zu haben. Mit seinen fast 500 Quadratkilometern, in dem über 200 Vogelarten temporär oder ganzjährig leben, ist der See das größte Vogelschutzgebiet Thailands und ein Paradies für Vogelliebhaber und Naturfotografen.
Schön anzuschauen sind auch die zahlreichen Wasserbüffel, die ihr morgendliches Frühstück einnehmen. Ein Teil steht grasend auf dem „Festland“, die allermeisten bewegen sich aber (halb-)schwimmend durch das flache Gewässer, halten immer wieder an, um etwas zu fressen und lassen sich von uns in keinster Weise stören. Sie werden morgens von ihrem Bauern freigelassen, versorgen sich selbst und kehren abends wieder in den Stall zurück, bis auf wenige „nasty boys“, wie uns unser Guide lachend erzählt.
Wir waren schon jetzt begeistert von dieser Bootstour, doch das eigentliche Highlight kommt ganz zum Schluss. Im März/April verwandelt sich ein Teil des Thale Nois jedes Jahr in ein Blütenmeer aus pinkfarbenen Seerosen. Bilder sagen mehr als Worte – seht selbst!
Ich glaube, es war herauszulesen: Die Fahrt auf dem Thale Noi See war ein absolutes Highlight unserer Südthailand-Rundreise. Wer im März/April zur Seerosenblüte auch nur annähernd in der Gegend ist, sollte sich diese Bootstour (und eine Übernachtung im Sri Pakpra) nicht entgehen lassen!
Sri Pakpra Boutique Resort
Das Sri Pakpra Boutique Resort hat uns super gefallen! Es gibt verschiedene Zimmerkategorien, unsere Bungalows („Sri Naam“, Zone 1) liegen direkt am Seeufer und sind Stelzenhäuser mit Terrasse und Schaukel über dem See, vom Pool (in Zone 1) und dem Restaurant (Zone 2) blickt man auf den See und die Fischer. Achtung: Wir raten dazu, die Bungalows in Zone 1 und nicht beim Restaurant zu buchen. Ins Restaurant kommen mitunter größere Besuchergruppen und das kann laut werden… Zwischen Zone 1 und 2 (Distanz ein paar hundert Meter) fährt auf Anfrage und kostenlos ein hoteleigenes TukTuk.


































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