Unser schöner Osterurlaub 2024 in Südthailand und Kambodscha geht so langsam zu Ende. Bevor wir den Heimflug antreten, verbringen wir noch drei Nächte in Bangkok – über dieses asiatische Drehkreuz müssen wir ohnehin fliegen. Mein Mann und ich haben Thailands Hauptstadt schon mehrfach besucht, aber die Kinder kennen die Stadt noch nicht – wir sind schon gespannt auf ihre Meinung. Aus diesem Grund schauen wir uns vor allem die „Top-Sehenswürdigkeiten“ der Stadt an und nutzen die letzten Tage auch noch einmal zum Genießen der thailändischen Küche, für Massagen, zum Schlendern über die Märkte und Shopping. Nirgends geht dies besser (und günstiger) als in Bangkok!
Als Hotelstandort haben wir Silom gewählt, da wir fußläufig zum Chao Praya Fluss wohnen wollten. Wer schon einmal in Bangkok war, kennt die Dauerstaus in vielen Straßen und weiß, wie viel schneller und stressfreier es ist, die Wasserstraßen zu nutzen. So nehmen auch wir an unserem ersten Tag von der Station Sathorn ein Expressboot zum Royal Palace (Station Tha Chang). Falls noch nicht geschehen, kann man direkt an der Wasserhaltestelle die typischen thailändischen Elefantenhosen kaufen (Besichtigung des Palasts und vieler Tempel nur mit bedeckten Schultern und Knien erlaubt), überraschenderweise kosten diese trotz der Lage nur 100 Baht (ca. 2,50 Euro).
Royal Palace: der Große Königspalast
Der kurze Fußweg vom Fluss zum Palast entlang der Palastmauer ist während Corona komplett neu gestaltet worden, ein Teil führt durch eine Unterführung, wo sich blitzsaubere Toiletten und Trinkwasserspender befinden. Da es auch in Bangkok täglich fast 40 Grad heiß ist, füllen wir hier gerne unsere Flaschen auf!
Der Große Palast ist zweifelsohne eine der Hauptattraktionen der Stadt, die sich kein Besucher entgehen lassen sollte, auch wenn das Ticket stolze 500 Baht kostet (Stand April 2024; Online oder vor Ort erhältlich) – es lohnt sich! Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Palast von König Rama I errichtet, knapp 200 Jahre später verlegte König Rama IX seinen Hof und ließ anschließend den Großen Palast für Besucher öffnen. Das Gelände ist riesig (über 2 Quadratkilometer) und in verschiedene Höfe aufgegliedert, in denen sich unter anderem der königliche Tempel, der königliche Wohnkomplex, Thronhallen und Verwaltungsgebäude befinden. Es würde diesen Blog sprengen, über die einzelnen Höfe, Gebäude oder Monumente zu berichten, ganze Bücher wurden hierüber geschrieben. Lasst euch von den Gebäuden, Stupas, Wächterfiguren und Dämonen in all ihren Farben, Formen und der ganzen Pracht verzaubern!
Wat Pho: Tempel des liegende Buddha
Südlich des Royal Palace liegt der buddhistische Tempel Wat Pho, auch Tempel des liegenden Buddha genannt. Wie der Tempel in Nakhon Si Thammarat ist auch dieser ein königlicher Tempel Erster Klasse und eine der Hauptsehenswürdigkeiten Bangkoks. Seiner Berühmtheit entsprechend zieht es die meisten Besucher sofort zum liegenden Buddha: 46 Meter lang und 15 Meter hoch ist die vergoldete Figur. Das Gebäude, in dem er ruht, wurde erst nach Erschaffung der gewaltigen Statue errichtet – sein Gewicht macht einen Transport unmöglich.
Der Tempel besitzt neben dem liegenden Buddha aber auch noch andere Sehenswürdigkeiten. Schon seit seiner Gründung gilt Wat Pho als Ort der Lehre und Wissenschaft und seine „Offene Universität“ in Form von Tafeln zu verschiedenen thailändischen Künsten und Kulturen, beispielsweise der Thai-Massage, war und ist allen zugänglich. Auch heute noch werden hier Thai-Masseure oder auch TänzerInnen ausgebildet, wie wir vor Ort sehen können.
Neben diesen Besonderheiten ist auch dieser Tempel mit seiner Architektur und den Verzierungen wunderschön anzuschauen und seine Mönche haben schon viele Staatsgäste willkommen geheißen.
Wat Arun – Tempel der Morgenröte
Ebenfalls einer der meistbesuchten Orte in Bangkok und ein weiterer königlicher Tempel Erster Klasse ist Wat Arun, der Tempel der Morgenröte, auf der anderen (westlichen) Seite des Chao Praya Flusses. Bezüglich des Namens etwas irritierend, bietet sich der schönste Anblick auf den Tempel bei Sonnenuntergang vom gegenüberliegenden Flussufer, wo sich zahlreiche Restaurants und Bars befinden, die sich diesen Blick entsprechend bezahlen lassen.
Aber auch tagsüber ist der Tempel mit seinen Mosaiken und Ornamenten aus bunter Keramik, vor allem Blumen- und Blattmuster, absolut sehenswert und dekorativ. Das finden auch zahlreiche vor allem asiatische Touristen, die sich hier traditionelle Kleidung ausleihen und anschließend ausgiebig fotografieren. Dieses Spektakel ist fast genau sehenswert wie der Tempel selbst …
Klong-Fahrt: mit dem Longboat über Bangkoks Wasserstraßen
Bangkok wird auch „Venedig des Ostens“ genannt und zu einem Besuch hier gehört eine Fahrt über die vielen Kanäle der Stadt, die Klongs. Auch wir lassen uns dieses Vergnügen nicht entgehen und starten am breiten Chao Praya Fluss mit Blick auf die moderne Skyline. Schnell biegen wir ab auf einen der vielen Klongs, in das Wohngebiet der Einheimischen mit ihren Stelzenhäusern, viele davon liebevoll mit Pflanzen geschmückt. Immer wieder kreuzt ein schwimmender Waran unseren Weg, manch einer liegt auch vollgefressen in der Sonne.
Auch einige Tempel passieren wir, darunter einer, den wir noch nicht kennen: Wat Paknam Phasi Charoen mit seinem riesigen goldenen Buddha. In seinem Lotussitz misst er stolze 69 Meter und blickt seit 2021 friedvoll meditierend über die „Stadt der Engel“, wie Bangkok wegen der wörtlichen Übersetzung seines traditionellen Namens „Krung Thep“ auch genannt wird. Vor dem Tempel füttern wir Fische mit mitgebrachtem Brot, das bringt Punkte auf dem Karma-Konto.
Blumenmarkt und Chinatown
Südlich vom Wat Pho liegt eine weitere Attraktion der Stadt, die wir uns anschauen: der Blumenmarkt (Pak Khlong Talat). „Endlich mal ein Markt, der gut riecht“, urteilen unsere Mädels über diese bunte Pracht, die teils als Opfergabe für den Tempel und teils wie bei uns als Dekoration dient. Direkt hinter dem Blumenmarkt folgt ein Markt mit Obst und Gemüse und schließlich auch einer mit allerlei Heilkräutern, Arzneien und Gewürzen.
Vom Blumenmarkt ist es nur ein weiterer kleiner Fußmarsch nach Chinatown. Eigentlich sollte man sich diesen Stadtteil bei Nacht anschauen, wenn alles leuchtet und blinkt, das schafft noch einmal eine besondere Atmosphäre, wie wir aus vergangenen Besuchen wissen. Wir haben um unser Hotel jedoch (Nacht-)Markt genug, der auch noch günstiger ist, und verbringen die Abende lieber dort. Dennoch ist Chinatown natürlich auch tagsüber mit seiner quirligen Geschäftstätigkeit einen Besuch wert und wir erstehen auch einige leckere Köstlichkeiten an den Straßenständen. Danach nehmen wir von hier aus endlich mal ein TukTuk zurück ins Hotel. Halsbrecherisch, aber sehr geschickt, schlängelt sich der Fahrer durch den dichten Verkehr – auch das eine Erfahrung, die in Bangkok nicht fehlen darf! Übrigens hat uns trotz durchschnittlich 37 Grad tagsüber wider Erwarten kein Smog die Besichtigungstouren vermiest.
IconSiam: Shop till you drop
Auch das ist mit zwei Teenagern und einem Mann, der sich stets die neuesten Immobilienprojekte anschaut, fast schon Pflichtprogramm: ein Besuch des IconSiam, dem modernsten und luxuriösesten Shoppingcenter Thailands. Eröffnet im Jahr 2018, beheimatet der Komplex auf acht Stockwerken und über 500.000 Quadratmetern Verkaufsfläche neben einem Kino und dem japanischen Kaufhaus Takashimaya mehr als 500 Geschäfte – von teuren Luxusmarken (sogar Autos!) über thailändische Designer und internationale Brands bis hin zu Souvenirständen – sowie etwa 100 Restaurants und Imbisse. Von diesem befindet sich ein Teil im Untergeschoss in einem Foodcourt, der seinesgleichen sucht und kaum einen Wunsch offen lässt. Sogar einen Mini Indoor Floating Market gibt es und neben diversen Köstlichkeiten präsentieren sich in verschiedenen Ecken thailändische Provinzen mit ihrem Baustil und ihrem ortstypischen Waren. Anlässlich des buddhistischen Neujahrsfests Songkran findet hier sogar eine „Wasserschlacht“ statt – ganz Bangkok feiert mit „Wasser-Pump-Guns“ in diesen Tagen. Wir haben uns auf jeden Fall gerne ein paar Stunden im IconSiam aufgehalten!
Unser Hotel: Centre Point Silom
Übernachtet haben wir in einer geräumigen Familiensuite im Centre Point Silom Hotel. Wie schon gesagt, haben wir dieses Hotel u.a. wegen seiner Nähe zum Chao Praya Fluss gewählt. Fußläufig erreichen wir die Wasserhaltestelle Sathon und von hier aus diverse Bootslinien. Ebenfalls ein Pluspunkt: Das Hotel beherbergt in den unteren Geschossen ein kleines Shopping-Center von Robinson, auch mit Restaurants und einer großen Lebensmittel-Abteilung, wo wir fast alle unsere Mitbringsel (u.a. Instand-Ingwertee und getrocknete Mangos) gut und günstig erwerben konnten. Unsere Abende verbringen wir um das Hotel herum: Der Nachtmarkt hier ist überraschenderweise einiges günstiger als in Chinatown und ein Roti zum Abschluss gehörte zu unserem Ritual. Gute Restaurants zu finden ist ebenfalls kein Problem (unsere Empfehlung: Nalin Kitchen), außerdem genießen wir in diesem Viertel Massagen für 300 Baht die Stunde (ca. 7,50 Euro). Die Familiensuite ist extrem geräumig, zwar ist die Einrichtung etwas in die Jahre gekommen, aber dafür befindet sich in der Küchenzeile sogar eine dringend benötigte Waschmaschine samt Trockner. Das Frühstück lässt keine Wünsche übrig und war mit Front-Cooking, sämtlichen internationalen Köstlichkeiten, warmen Thai-Gerichten und Dim Sums das vielfältigste auf unserer Reise. Der großzügige Pool ist schon früh beschattet und die Aussicht ebenfalls schön – wir blicken u.a. auf den „Tower Club of Lebua“, Drehort des Films „Hangover II“. Für uns war das Hotel optimal und wir empfehlen es gerne weiter!
Moloch oder Magie? Unser aller Fazit zu Bangkok: Die Stadt mit ihrer Mischung aus Moderne und Tradition, aus exotischer Schönheit, buddhistischer Ruhe, hektischer Betriebsamkeit und Verkehrschaos ist gerade wegen diesem Spannungsfeld immer wieder eine Reise wert – auch wir werden sicher und gerne wiederkommen!































































Sehr, sehr gut!!!! ________________________________
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